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Paula Marabot
Blog



Lesung und Signierstunde
Der 21. September 2026 ist für mich ein ganz besonderes Datum. Zum ersten Mal werde ich mein Werk in Deutschland präsentieren – dem Land, in dem ich lebe und das mich so herzlich aufgenommen hat. Daher ist diese Veranstaltung viel mehr als eine einfache Lesung: Sie steht für einen Neuanfang und das Ende einer Metamorphose, die über mehrere Jahre gereift ist und nun in einer reiferen, reflexiveren Phase mündet. Deshalb bedeutet es mir so viel, dass Sie mich begleiten – damit S
Paula Marabot
7. Mai1 Min. Lesezeit


Wir sind Schriftsteller, keine Jahrmarktsaffen.
Der schmale Grat zwischen literarischer Promotion und digitaler Lächerlichkeit Vor einigen Tagen bin ich auf TikTok auf ein Video gestoßen, das bei mir eine Mischung aus Mitleid und absolutem Entsetzen hinterlassen hat. Darin sprang eine Nachwuchsautorin – die nicht älter als zwanzig Jahre gewesen sein dürfte – auf einem Bein durch ihr Zimmer. Ein über das Bild gelegter Text fasste das Drama unserer Zeit zusammen: „Ich dachte, ich würde durch das Schreiben eines Buches berühm
Paula Marabot
vor 3 Tagen3 Min. Lesezeit


Jenseits des Algorithmus: Wo die KI aufhört und das Handwerk des Schreibens beginnt
Vor einigen Tagen traf ich bei einem Stammtisch einen jungen Mann, der das neue Paradigma des digitalen „Erfolgs“ perfekt verkörpert. Auf die Frage, was er beruflich mache, antwortete er klipp und klar: „Ich reise einfach. Dieses Jahr habe ich 27 Länder besucht. Ich arbeite nicht; dank Künstlicher Intelligenz verdiene ich eine Menge Geld. Sie erledigt alles für mich: Sie verwaltet meine Communities, meine Investitionen und sie schreibt. Ich habe 300 Bücher auf Amazon veröffen
Paula Marabot
vor 5 Tagen3 Min. Lesezeit


Die Kunst, Geschichten zu verharmlosen. Von den Kinotiteln bis zum Fall Rembrandt.
Es ist ein schmaler Grat zwischen einer Übersetzung und einem kulturellen Attentat. Sprach man im letzten Artikel noch davon, wie eine Riesengurke eine Metapher zu Fall bringen kann, begeben wir uns heute in ein noch feindseligeres Terrain: die Büros der Filmverleiher und die Werkstätten der Museumskuratoren. Jene Orte, an denen entschieden wird, dass das spanisch-, englisch- oder deutschsprachige Publikum die Realität bissenweise vorgekaut braucht – selbst wenn man ihm dabei
Paula Marabot
17. Juni4 Min. Lesezeit


Das ist mir schnuppe – oder warum mir die Gurke nicht egal ist
Die Tücken der wörtlichen Übersetzung Übersetzen ist kein bloßer Austausch von Wörtern; es ist der Transfer von Kulturen. Wer Ersteres versucht und Letzteres ignoriert, erntet meist ein katastrophales oder zumindest lächerliches Ergebnis. Nehmen wir als Beispiel einen der markantesten Ausdrücke im Spanischen: „Me importa un pepino“ (wörtlich: Das ist mir eine Gurke wert). Wir Spanischsprachigen nutzen diesen Satz mit absoluter Natürlichkeit, um klarzumachen, dass uns etwas vö
Paula Marabot
28. Mai2 Min. Lesezeit


Magenta-Kraft
Die Farbe des Schicksals: Wurzeln, Symbole und Literatur. Auf einer Reise nach Bangkok fiel mir auf, dass die gesamte Dekoration rund um den König – Blumen, Girlanden, Stoffe – in Gelb gehalten war, während alle Accessoires auf den Fotografien der Königin in Violett erstrahlten. Ich fragte unseren Reiseführer, der mir die Erklärung lieferte: In Thailand gibt es eine tief in der vedischen Astrologie verwurzelte Tradition, die jedem Wochentag eine spezifische Farbe zuordnet. Da
Paula Marabot
21. Mai2 Min. Lesezeit
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